Sanitäts- und Lazarettmuseum Seifertshain b. Leipzig

2. Sonderausstellung "BEFINDEN AUSGEZEICHNET – Kriegslazarett 54, Abtlg. b, Gustav", 3.Juni 2018 bis 3.November 2019

„Streiflichter auf das Sanitätswesen im 1. Weltkrieg“

 

Wir wissen nicht, ob Gustav den Krieg überlebt hat. Fürs erste war er aber dem Frontgeschehen entronnen und konnte seine Verwundung oder Erkrankung auskurieren.

In der Folge von geschätzten 2.000 Kampfhandlungen und den allgemeinen Kriegsbedingungen von 1914 – 1918 wurden rund
13,4 Millionen Soldaten medizinisch behandelt, davon 5,7 Mio. aufgrund einer Verwundung. 80 % von ihnen konnten geheilt werden. Die Quote lag bei den in ärztliche Behandlung Gelangten sogar bei 94 %. Doch für 2.040.000 deutsche Soldaten kam es anders. Sie starben im Kampf, auf den Transporten und in den Lazaretten.

Der 1. Weltkrieg war geprägt vom Einsatz modernster Waffen – effiziente Artilleriesysteme, Maschinengewehre, Gas, Flugzeuge, U-Boote etc.
Sie brachten den Tod in millionenfacher Weise auf allen Seiten. Und sie erzeugten Verwundungen neuer Dimension.

Die Ausstellung zeigt an ausgewählten Beispielen Aspekte des Militärsanitätswesens und dessen Leistungsfähigkeit, die auf der fundamentalen Medizinentwicklung des 19. Jahrhunderts ruhen.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Vereine Preußische Infanterie 1813, Verband Jahrfeier Völkerschlacht bei Leipzig 1813, SKZ KuHstall sowie privater und öffentlicher Leihgeber.

 

Museumsarbeit mitgestalten ...

Das Museum verfügt über einen Raum, der für Sonderausstellungen vorgesehen ist. Diesen gilt es nun mit Leben zu erfüllen. 

Vorhanden ist eine 2,00 m hohe, 1,80 m lange und 60 cm tiefe voll verglaste Vitrine mit drei Ebenen. An den Wänden können Bilder oder Infofahnen aufgehängt werden.

Gesucht werden Ausstellungen und Präsentationen zur Militärsanitätsgeschichte zu allen Zeiten - aber auch verwandte Themen, wie unsere Sonderausstellung "Gespielte Sanität" zeigt. Verfügen Sie über eine solche Sammlung, die Sie gern zeigen möchten? Haben Sie etwas Spannendes entdeckt und Lust, Ihr Thema öffentlich zu präsentieren? Dann sprechen Sie uns an.

Sie sind herzlich eingeladen, Museumsarbeit aktiv mit zu gestalten!

 

 

1. Sonderausstellung "Gespielte Sanität" 7.Juni 2015 bis 5.November 2017

Dieses Jahr laden wir Sie ein zur Eröffnung der 1. Kabinettausstellung mit dem Titel „Gespielte Sanität – Verwundung, Krankheit und Heilung als Gegenstand des Spiels“. Das Spiel bzw. Spielzeug ist stets ein Abbild der menschlichen Lebenswelt. Die Ausstellung zeigt Spiele und Spielzeuge rund um Erkrankung, Rettung und Heilung. Sanitätsspielzeug hielt relativ spät Einzug in die Kinderstuben. Vermutlich erst durch Zinnfiguren, die verletzte Soldaten darstellten, wurde dieses Thema in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Gegenstand des Spiels. Hintergrund könnte u. a. die Gründung des Roten Kreuzes gewesen sein, das die Pflege verwundeter Soldaten in das Bewusstsein weiter Teile der Bevölkerung trug. 

Leihgeber:
- Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Museum für Sächsische Volkskunst
www.skd.museum
- Deutsches Spielzeugmuseum, Sonneberg
www.deutschesspielzeugmuseum.de 
- Spielzeugmuseum Schkeuditz (bei Leipzig)
www.spielzeugmuseum.de 
- Sigrid und Giselher Blesse, Fuchshain
- Privatsammlungen
Bildmaterial:
- Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen
www.spielzeugmuseum-seiffen.de
- Spielzeugmuseum der Stadt Nürnberg
www.museen.nuernberg.de/spielzeugmuseum 
- Playmobil, geobra Brandstätter GmbH & Co. KG, Zirndorf
www.playmobil.de

Für die Beantwortung unserer Fragen danken wir herzlichst:
- Dr. Konrad Auerbach, Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen
- Maud Jahn M.A., Bayerisches Nationalmuseum, Abteilung für Volkskunde
- Karsten Jahnke M.A., Museum für Sächsische Volkskunst, Dresden
- Christiane Reuter M.A., Spielzeugmuseum der Stadt Nürnberg
- Ramona Wunderlich, geobra Brandstätter GmbH & Co. KG, Zirndorf
- Sonja Gürtler, Deutsches Spielzeugmuseum, Sonneberg

Initiates file downloadArtikel aus dem Freizeit & Tourismus Journal über die Ausstellung


Sammlungsaufruf zu "Gespielte Sanität":
Sicher haben Sie sich in Ihrer Kindheit einmal spielerisch in die Rolle eines Arztes begeben, um bspw. die "erkrankte" Puppe zu behandeln. Vielleicht fuhr auch durch ihr Kinderzimmer ein Krankenwagen ... Unsere Ausstellung "gespielte Sanität" beschäftigt sich mit Spielzeug rund um das Sanitätswesen, um Erkrankung, Rettung und Heilung. Um diese Ausstellung möglichst vielfältig zu gestalten, suchen wir noch entsprechendes Spielzeug zur Erweiterung unseres eigenen Bestandes. Sollten Sie also noch Passendes aus der eigenen Kindheit, von Oma und Opa oder gar den Urgroßeltern finden und es für diese Ausstellung entbehren können, dann freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung. Ihr Ansprechpartner ist unser Kurator Michél Kothe: per E-Mail: michel@museum-mobil.eu oder Tel: 0177 / 302 39 72.
Auch über die Sonderausstellung hinaus möchten wir unsere Sammlung zu diesem Thema erweitern. Sollten Sie interessante Stücke haben und diese dauerhaft "loswerden" wollen, dann nehmen Sie ebenfalls unter den angegebenen Daten Kontakt auf.